| Bauzeit: | 1975 bis 1977 |
| Kosten: | 8 Milliarden $ |
| Länge: | ca. 1280 km |
| Rohr Durchmesser: | 1.22 Meter |
| Rohr oberirdisch: | 672 km |
| Rohr unterirdisch: | 601.60 km |
| Unterirdisch (gekühlt): | 6.40 km |
| Kies Menge: | 5'584'500 m³ |
| Angestellte: | 28'072 (Okt. 1975) |
| Gestorben beim Bau: | 31 Personen |
| Pumpstationen: | 12 |
Die Oelleitung überquert auf ihrem Weg von Prudhoe Bay nach Valdez drei Gebirgszüge und etwa 800 Flüsse und Bäche.
| Damit das heisse Oel in der Leitung den dauerfrost Boden nicht auftaut wurde sie überirdisch verlegt und zusätzlich, damit der Wildwechsel bestehen bleibt, auf Stelzen montiert. | ![]() |
Die "Schlitten ermöglichen der Pipeline eine Bewegungs- freiheit, die sie bei Temperaturwechsel oder Erdbeben braucht. Pro 12° Celsius verschiebt sich die Röhre in der Längsrichtung um 0.79 cm. | ![]() |
| Damit der Boden um die Metallpfeiler nicht auftaut, sind oben sogenannte Hitzerohre montiert. Sie leiten die Wärme des Bodens ab, sobald diese die Lufttemperatur übersteigt. | ![]() |
Nebst den "Schlitten" ermöglicht die Zick-Zack Führung die gewünschte Bewegungsfreiheit der Pipeline. | ![]() |
| Wo die überirdische Führung nicht möglich ist, wurde die Oelpipeline in den Boden verlegt. Z.B. wegen Steinschlag- oder Lawinengefahr, oder bei Siedlungen und Strassen. | Es gibt zwei Varianten, die gekühlte und die ungekühlte. Die gekühlte Variante wird dort angewendet, wo der Boden permafrost hat und nicht auftauen darf. Hier wird ein Rohrsystem zur Kühlung verwendet. | ![]() |
Die Pumpstationen haben nebst dem weiterpumpen des Oels
Richtung Valdez noch viele andere Aufgaben zu erfüllen. Sie
haben ein System welches dauernd die Strömungsgeschwindigkeit
und die Volumenmenge kontrolliert. So wird ein allfälliges
Leck geordet und es können sofort gegenmassnahmen ergriffen
werden. Jede Station ist mit der entsprechenden Ausrüstung zur
Leckbekämpfung ausgestattet. Daneben sind die Stationen auch
zur Bekämpfung von Feuer ausgerüstet.
In den Pumpstationen werden von Zeit zu Zeit "sniffer" in die
Pipeline eingeführt. Der "sniffer" ist ein
zylinderförmiges Kunstoffteil, das mit diversen
Messgeräten vollgestopft ist. So wird unter anderem die Dicke
der Röhrenwand gemessen um möglichen Leck's
vorzubeugen.
Nebst all diesen technischen Einrichtungen fahren die Angestellten
mit Geländewagen der Pipeline entlang um sie optisch zu
kontrollieren.
Nördlich von Fairbanks hat es ein "Info-Häuschen", das
sie mit Informationen versorgt. Dort können Sie auch direkt an
die Pipeline gehen und sie "betatschen".
In Valdez hat es 18 Tanks mit einer Gesamtkapazität von
über 1'073'052'000 Liter Oel, das über 4 Ladestationen
auf die Tankschiffe gepumpt wird. Seit der Exxon Valdez Katastrophe
werden die Oeltanker mit zwei Schiffen in den Prince William Sound
hinaus begleitet. Die Schiffe sind mit Oelwehr Geräten
ausgerüstet um bei einem Unfall sofort erste Massnahmen
einleiten zu können. Beide Schiffe sind in der Lage den
Oeltanker zu stabilisieren und notfalls zu lenken.
Die Oelgesellschaft hat 300 Personen zur Oelwehr ausgebildet und
330 Fremdschiffe zur Hilfestellung unter Vertrag. Nebst den
staatlichen Kontroll-Organen gibt es einen unabhänigen
Bürgerrat, der den Betrieb der ganzen Oelgesellschaft
überwacht.
Dies alles mit der Hoffnung, das es nicht nochmals zu einer
Katastrophe kommt.